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Das Buch |
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"Der Schattenwelt neue Kleider - Die Inquisition der Jetztzeit. Klimawandel: Gott hat recht-zeitig gewarnt, Marktheidenfeld 2006, kart., 268 S., ISBN 978-3-89201-238-8, Euro 8,90;zu bestellen bei Verlag Das Wort
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4. Der 30-jährige Krieg der Kirche „Die Menschheit sollte sich schämen! Die Erde, die so rein und gut war, die euch der Vater gab, den Himmeln gleich – ihr habt sie zerstört, systematisch zerstört, und tut dies täglich aufs neue!“ Diese Worte waren am 14. April 1978 in München zu hören. Doch sie stammten weder von einem Wissenschaftler noch von einem namhaften Umweltschützer oder dergleichen. Eine schlichte 44-jährige Frau aus dem Volk mit Namen Gabriele Wittek sprach sie aus. Sie gab dabei weder angelesenes Bücherwissen weiter, noch berichtete sie über wissenschaftliche Forschungsergebnisse. Sie sprach überhaupt nicht aus sich heraus, sondern gab einer anderen Stimme Raum, deren Vollmacht unmittelbar zu spüren war. Was geschah hier? Was geschah ca. 750 vor Christus, als ein Mann namens Jesaja auftrat und die folgenden Worte aussprach: „Verheert wird die Erde; verheert, geplündert wird sie, geplündert. Ja, der Herr hat es gesagt. Die Erde welkt, sie verwelkt, die Welt zerfällt... Die Erde ist entweiht durch ihre Bewohner; denn sie haben die Weisungen übertreten, die Gesetze verletzt, den ewigen Bund gebrochen.“ (Jes 24, 3-5) „Ein Planet wird geplündert. Die Schreckensbilanz unserer Politik“ – so lautete 1975 der Titel eines Bestsellers von Herbert Gruhl. Jesaja hatte dies schon vor fast 3000 Jahren vorhergesagt. Auch er sprach seine bis heute so wuchtig wie aktuell klingenden Worte nicht aus sich, sondern er gab wieder, was Gottes Stimme, die er in sich vernahm, ihm eingab. Das Phänomen der Prophetie Das Phänomen der Prophetie, der unmittelbaren göttlichen Offenbarung durch einen Menschen, gab es durch alle Zeiten hindurch. Natürlich ist es wissenschaftlicher Beweisbarkeit nicht zugänglich; es will vom einzelnen Menschen innerlich gewogen und geprüft werden. Gleichwohl ist es eine geschichtliche Realität und hat Generationen von Menschen Orientierung geboten. Davon zeugen nicht nur die Prophetischen Bücher des Alten Testaments, sondern auch die Geschichte zahlreicher „Ketzer“-Bewegungen der vergangenen 2000 Jahre.* Und nun, ab Mitte der 70-er Jahre, ließ sich die Prophetische Stimme, erst leise, dann immer lauter, zu den drängenden Menschheitsfragen vernehmen, zu denen auch damals die beginnende Umwelt-Diskussion gehörte. Sollte Gott schweigen, wenn immer mehr Menschen mit Besorgnis und Schrecken feststellen, daß sie sich in einer Sackgasse befinden? Doch würde die Prophetische Stimme wahrgenommen werden? Würde sie zumindest die Menschen erreichen, die bereit waren, dem Phänomen der Prophetischen Rede unvoreingenommen zu begegnen? Um Gabriele, die Prophetin und Botschafterin Gottes, bildete sich zunächst ein kleiner Kreis – Heimholungswerk Jesu Christi genannt, aus dem sich dann später (1984) das Universelle Leben herausentwickelte.** Dieser Kreis war von Anfang an nicht nach Art einer Kirche oder Konfession organisiert. Es gab und gibt weder Priester noch Zeremonien noch Dogmen – denn all dies gab es im Urchristentum ebenfalls nicht.*** Jeder kann zu den Veranstaltungen frei kommen und gehen, ohne irgendwo Mitglied zu werden oder Beiträge zahlen zu müssen. Gabriele war in den ersten Jahren ihres Wirkens viel unterwegs, um in verschiedenen Städten des deutschsprachigen Raumes – später dann auch weit darüber hinaus – göttliche Offenbarungen aufzunehmen und an die Zuhörer weiterzugeben. Durch sie sprachen nach eigener Aussage nicht nur Gott-Vater und Christus, sondern auch andere hohe Geistwesen der Himmel. Wer das im ersten Moment befremdlich findet, der ist damit nicht allein. Eine „gesunde“ Skepsis ist den meisten Menschen angeboren, und sie hat auch ihren Sinn. Doch immer mehr Menschen kamen, prüften, wogen ab, prüften wieder – und kamen schließlich zu dem Schluß, daß es sich lohnen würde, dieser Wahrheit Glauben zu schenken, sie im eigenen Leben Schritt für Schritt umzusetzen und somit zu „erproben“. Friede mit der Natur Zu den Themen, die in diesen Offenbarungen behandelt wurden, gehörten z.B.: der Sinn und Zweck des Erdenlebens, das Leben nach dem Tod, die Möglichkeit wiederholter Einverleibungen (Reinkarnation), die Zehn Gebote Gottes und die Bergpredigt Jesu, der Weg nach Innen zum Herzen Gottes und vieles mehr. Es ging, kurz gesagt, um die Wiederbelebung der ursprüngliche Lehre des Jesus von Nazareth, die von der Kirche schon in den ersten Jahrhunderten in ihr genaues Gegenteil verkehrt worden ist.* Der Mensch, der Gott in seinem Inneren zustrebt, wird zunächst in sich und mit seinen Mitmenschen Frieden schaffen, wird sich versöhnen und in Konflikten zuerst seinen eigenen Anteil suchen. Gewalt und Kriege haben ihren Ursprung in den negativen Gedanken und Gefühlen des Menschen, seien es Neid, Rache, Rücksichtslosigkeit, Egoismus und anderes mehr. Wer solche Fehlhaltungen durch ein Leben nach der Bergpredigt Schritt für Schritt aufarbeitet, wird mehr und mehr in Frieden mit seinen Mitmenschen leben – aber auch mit der Natur. Von Beginn an wurde im Heimholungswerk Jesu Christi immer wieder das Verhältnis des Menschen zur Natur und den Tieren beleuchtet: daß der Mensch ein Teil der Natur ist, mit ihr in Verbindung steht und sie nicht mutwillig stören oder gar zerstören sollte. So offenbarte der Christus-Gottesgeist am 25.1.1980: „Tagtäglich verstößt der Mensch wider das Leben. Was ist das Leben? Es pulsiert nicht nur im Menschen, sondern in sämtlichen Lebensformen. O sehet: Das Gesetz von Ursache und Wirkung vollzieht sich in euren Seelen. Auch wer wider das Leben der Natur, das Tier- und Mineralreich, handelt, belastet ebenfalls seine Seele. Wahrlich, Ich sage euch: Der Mensch denkt viel zu wenig darüber nach, daß alles vom heiligen Geist, dem Geist Gottes, getragen und durchströmt wird. Ihr Menschen schändet unbedacht die Tiere. ... Auch das mutwillige Töten von Tieren und übermäßige Fleischnahrung schafft Ursächlichkeiten, die auf eure Seelen zurückfallen. ... Habt mit der notleidenden Tierwelt Erbarmen, habt auch mit der Natur Erbarmen!“ Ursache und Wirkung Das hier angesprochene Gesetz von Ursache und Wirkung, von Saat und Ernte, ist zwar auch in der Bibel zu finden: „Täuscht euch nicht: Gott läßt seiner nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten“ (Gal 6, 7). Doch die Kirchen scheren sich seit rund 2000 Jahren kaum um diese Aussage, so daß sie in der Christenheit nur wenigen bewußt ist. Am 6.7.1980 erläuterte Christus durch Gabriele dieses Gesetz und zeigte auf, welche Folgen es hat, wenn der Mensch die Erde schädigt: „... Was bedeutet ‘Ursache und Wirkung’ oder ‘Was wir aussäen, das werden wir ernten’? O seht! Auch ‘Aktion schafft Reaktion!’, so spricht der Mensch. Trotzdem kann er diese Ursächlichkeiten und Wirkungen nicht begreifen. In dieser Stunde möchte Ich euch die Ursächlichkeiten des Menschen, die an dieser Erde geschehen, näherbringen. Meine lieben Kinder, ihr sollt euch nun eure Erde, euren Wohnplaneten, als einen großen Menschen vorstellen! Wollen wir ihn den Erd-Menschen nennen. Die einzelnen Organe habe Ich schon erörtert. Nun spreche Ich unter anderem vom Kleid des großen Erd-Menschen. Das Kleid besteht aus dem Mineral-, Natur- und Tierreich. Die Magnetfelder des Erdmenschen sind die Nervenzentren, die Erdmagnetströme sind die Nervenbahnen. Was besitzt ihr? Euer Momentan-Kleid ist ebenfalls aus der Substanz der Erde, somit Wasser und Erde. O sehet! Durch sämtliche Lebensformen, durch die Organe des Erdmenschen, durch das Kleid, strömt das ewige Leben Gottes. Wenn der Mensch nun wider diesen Erdmenschen handelt, so handelt er auch zugleich wider sein eigenes Leben. Wenn der Mensch wissen würde: Sobald er ein Tier schändet, beschädigt er seinen eigenen Körper, indem er seine Seele verschattet und die innere Kraft, die Geistkraft, reduziert! Der unwissende Mensch tritt und handelt bedenkenlos auf diesen großen Erdmenschen! Er zerstört bewußt und unbewußt das Natur- und Tierreich! ... So zerstört der Mensch ununterbrochen diese Erde. Er schädigt den großen Erdmenschen und denkt nicht näher darüber nach, daß sich dieser große Erdmensch einst wehrt ...“ Heute, mehr als 25 Jahre später, können wir ohne weiteres nachvollziehen, was es bedeutet, wenn sich „der große Erdmensch wehrt“. In Seiner Offenbarung sprach Christus weiter: „... So werdet ihr Menschen fragen: ‘Woher sollen wir wissen, daß, wenn wir die Erde schädigen, die Wirkung auf uns zurückfällt? Uns wurde nicht gesagt: ‚Schädigt nicht die Erde’, sondern: ‚Nehmt, was euch die Erde gibt!’. Nehmt ihr tatsächlich das, was euch die Erde gibt? Seid ihr nicht immer wieder und wieder bestrebt, noch mehr aus der Erde zu schöpfen? Wahrlich, Ich sage euch: Ihr Menschen habt noch nicht begriffen: Je mehr ihr aus der Erde schöpfen wollt, um so weniger wird sie euch in kommender Zeit geben, weil ihr das Innere Leben und somit die Konstellation verändert. Ihr seid die Urheber dieses kommenden Geschehens. Die wenigsten Menschen erkennen das Kommende. Und wenn sie davon hören, dann denken sie an Gott, den strafenden und züchtigenden Herrn. O nein! Was ihr aussät, werdet ihr ernten – außer ihr wendet euch! ...“ „Wendezeit“ – so lautete zwei Jahre später (1982) auch der Titel eines Bestsellers des Philosophen Fritjof Capra. Das Thema lag „in der Luft“. Viele Menschen spürten, daß es nicht mehr so weitergehen konnte. Und ein Umdenken – wir erinnern uns an Dennis Meadows und die „Grenzen des Wachstums“ – hätte zu diesem Zeitpunkt zu einem stabilen, nachhaltigen Zustand der menschlichen Wirtschaft führen können, ohne daß ein „Kollaps“ hätte eintreten müssen. Es geht um einen Bewußtseinswandel In den Offenbarungen durch Gabriele ging es daher auch um nichts weniger als um einen grundlegenden Bewußtseinswandel, um einen „inneren Klimawandel“ im Verhältnis des Menschen zu seinesgleichen und zu seiner Umwelt. Nur durch einen Wandel seiner Gefühls- und Gedankenwelt gegenüber der Schöpfung gewinnt der Mensch die Motivation, äußere Umweltschutzmaßnahmen – die ja unter Umständen mit Einschränkungen seines Lebensstils einhergehen können – anzupacken und auch langfristig durchzuhalten. Voraussetzung hierfür ist auch eine Korrektur falscher Denkmuster aus der Vergangenheit. Zu diesen Denkmustern gehört zum Beispiel der falsch verstandene – und von der Kirche falsch interpretierte – Auftrag Gottes an die Menschen: „Macht euch die Erde untertan“. Dabei wurde nämlich schlichtweg die Liebe vergessen. In einer Offenbarung vom 18.11.1978 wird dazu erläutert: „Gott sprach zu den Menschen: ‚Macht euch die Erde untertan!’ ... Er sagte nicht: ‚Tötet das Leben, seid brutal zu Meiner Schöpfung’ ... Gott ist die Liebe; so sprach Er das aus Seiner Liebe. Wenn der Mensch das Gesetz Seiner Liebe befolgt, wird er mit der Natur und mit allem Sein in dieser großen göttlichen Einheit und Harmonie leben. O könntet ihr sehen, wie das Natur- und das Tierreich unter den Einflüssen der Menschheit leiden! Wer sühnt für das große Leid im Natur- und Tierreich, liebe Freunde: Gott – oder des Menschen Seele?“ Springfluten, Polveränderungen, Hungersnöte Schon in den ersten Jahren des Prophetischen Wortes sagte der Gottesgeist voraus, worin die Wirkungen bestehen würden, wenn das Umdenken nicht einsetzen sollte: In vom Menschen letztlich selbst verursachten Katastrophen. So wurden am 26.4.1980 zwischen den Zeilen Hungersnöte vorhergesagt: „Zerstörerisch wirkt der Mensch auf dieser Erde, schändet seine Mutter, beraubt sie, nimmt ihr das Leben. Von was, o Mensch, willst du leben, wenn du alles verunreinigst und deinen Planeten ermordest?“ Und schon 1979 wurde offenbart: „Das Gravitationsgesetz wird sich verändern; es wird Polverschiebungen und Polveränderungen geben, weil der Mensch das Verdichtete nicht verfeinert, sondern immer mehr verdichtet, weil die Landes- und Städteauren in einem katastrophalen Zustand sind und sich entladen. Wer nimmt die Entladung auf? Die Erde, euer Wohnplanet und ihr selbst! Gott gab euch eine gesunde Erde, doch euer Wohnplanet ist krank, weil eure Seelen krank sind. Der Mensch läßt seine Seele, sich selbst und seine Erde durch Gedanken, Worte und Werke verkümmern.“ Nach und nach wurden die Warnungen immer eindringlicher. Es wurde deutlich, daß, solange nichts Entscheidendes passiert, diese „Entladungen“ nicht in „kleiner Dosis“ nach und nach erfolgen, sondern auf einen „Kipp-Punkt“ zusteuern werden, der die Menschheit vor große Probleme stellen wird. Wer sich in biblischen Prophezeiungen auskannte, der konnte erahnen, daß diese „große Entladung“ möglicherweise in die Umbruchszeit münden würde, die unter Bibelkundigen als „Apokalypse“ bekannt ist. Am 20.4.1980 offenbarte Bruder Emanuel, ein hohes Engelwesen: „Immer wieder wird von Polveränderungen und Springfluten gesprochen. Ich sage euch: Die Pole werden sich kolossal verändern, und auf dieser Erde wird ein unendliches Leid einsetzen; Krankheiten, die die Erde und die Menschen noch niemals besessen haben. Die Meere werden sich neue Becken suchen; eure schönen Täler werden die Wasserbecken sein. ...“ Nachdem mittlerweile auch die Kirchen den Wissenschaftlern ihren Segen gegeben haben, die schon seit vielen Jahren so gut wie alle der vom Gottesgeist – wohlgemerkt: für den Fall der Nicht-Umkehr der Menschheit – vorhergesagten Katastrophenszenarien bestätigt haben, sollen die entsprechenden Aussagen der Wissenschaft in der vorliegenden Publikation nicht in jedem Einzelfall belegt werden.* „Unbekannte Krankheiten“ sind im Zeitalter von Sars, Ebola und Vogelgrippe nichts Unbekanntes mehr; auch eine erhebliche Steigerung des Meeresspiegels wird längst vorhergesagt. Doch auf das Thema Polveränderung, das aus dem kirchlichen Klimapapier – warum auch immer – ausgespart wurde, soll kurz eingegangen werden. Es genügt, hier einige Zeilen aus der Süddeutschen Zeitung vom 16.4.2002 (Rubrik „Wissenschaft“) zu zitieren: „Der Geodynamo, verantwortlich für das Magnetfeld dieses Planeten, kreiselt nicht mehr wie sonst. Eine Entwicklung deutet sich an, die bedeutende Auswirkungen auf das Leben der Menschheit haben könnte. Forscher haben Anomalien im Magnetfeld unseres Planeten entdeckt, die darauf hindeuten, daß sich die Pole womöglich umkehren. Gleichzeitig bewegt sich der magnetische Nordpol mit hohem Tempo in Richtung Rußland. Seine Wandergeschwindigkeit hat in den vergangenen Jahren von 10 auf 50 Kilometer pro Jahr zugenommen, berichtet Volker Haak vom Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ).“ Und in der Zeit vom 27.3.2003 lesen wir: „Die letzte Polwanderung ist 780 000 Jahre her, die nächste ist längst überfällig. Sollte es tatsächlich so weit sein, ginge alles relativ schnell ...“ Daß zwischen Klimaänderung und Polveränderung ein zumindest indirekter Zusammenhang besteht, zeigt eine weitere Meldung (Focus online, 30.12.04), wonach der Katastrophen-Tsunami im Indischen Ozean – der seinerseits bereits eine Folge der Klimaänderung sein könnte – die Erdachse um etwa acht Zentimeter verschoben hat. Gesprächsangebot an den Papst Zurück ins Jahr 1980, als noch kaum jemand von drohenden Polveränderungen sprach. Damals erklärte Christus, weshalb Er diese Aufklärungen durch das Prophetische Wort vornahm: „Immer wieder versuchte der Geist, die allumfassenden Wahrheiten der Himmel der Menschheit zu offenbaren. Die Menschheit jedoch hat den Geist zum Schweigen gebracht, indem sie die Verfolgung und die Tötung der Propheten, oder Verkünder genannt, bejahte. Noch einmal versucht der Geist Gottes, euch Menschen zur Umkehr zu bewegen...“ Kein Zweifel, wer die Verfolgung und Tötung der Propheten, von denen hier die Rede ist, jeweils anordnete: die Theologen bzw. die Priesterkaste. Denn die Priesterkaste ist, wie schon der protestantische Theologe Prof. Walter Nigg feststellte*, „Feind der Propheten“. Sie ist letztlich auch Feind jeglicher Reform der Gesellschaft, jeglicher Aufklärung und Mündig-Werdung der Bürger. Denn der Kirche geht es einzig um den Erhalt ihrer Macht – Arm in Arm mit dem willfährigen Staat. Die „Arbeitsteilung“ lautet: „Halt du sie dumm, ich halt sie arm.“ Der von vielen Menschen angestrebte und auch vom Geist Gottes angeregte Bewußtseinswandel hin zur Einheit von Mensch und Natur würde also, soviel war zu erwarten, in den Amtskirchen wohl nicht Unterstützung, sondern eher Ablehnung erfahren. Doch der Geist Gottes spielt – im Gegensatz zur Priesterkaste – immer mit offenen Karten. Verstellung, Verschleierungstaktik oder Angriff aus dem Hinterhalt kennt Er nicht. Auch die Priester, auch die Hierarchen der Kirche sind Gottes Kinder, deren Seelen wie die aller Menschen einst aus den reinen Himmeln hervorgingen und einst wieder dorthin zurückkehren werden. Denn nach der Glaubenslehre der Urchristen im Universellen Leben gibt es keine ewige Verdammnis. Kein Papst und kein Bischof sollte später einmal sagen können: „Ja, wenn ich das gewußt hätte ...“ Bruder Emanuel wandte sich daher im November 1980 im Wort der Prophetin Gottes an den Obersten der Priester, mit dem heidnisch-römischen Priestertitel als „Pontifex maximus“ bezeichnet, und bot ihm brieflich eine Unterredung an. Aus diesem Brief, der eine historische Handreichung darstellt, seien hier nur wenige Sätze zitiert. Der vollständige Text findet sich im Anhang. „An das Oberhaupt der Katholischen Kirche Papst Johannes Paul II. Rom, Vatikan
Gott zum Gruß! In diesem Brief spricht Geistlehrer Bruder Emanuel, der Cherub der Göttlichen Weisheit: Jesus Christus offenbart sich erneut durch das Innere Wort, um nun Sein Volk selbst zu führen. Die Trägerin des Göttlichen Wortes ist eine Frau, die ihre täglichen Pflichten als Hausfrau und Mutter erfüllt und den Weg des Inneren, den christlich-mystischen Pfad, wandelt. ... Jesus Christus hat bezüglich dieser äußeren, verweltlichten Kirche immer wieder durch Träger Seines Wortes gewarnt. Er entzündete in den letzten 2000 Jahren innerhalb und außerhalb der Kirche göttliche Lichter, welche die immer mehr verweltlichten Theologen warnten und zur Einsicht und Umkehr ermahnten. Weder den Lichtern innerhalb noch außerhalb der Kirchen wurde Gehör geschenkt. Die Kirchenmänner glaubten, durch Brutalität und Intrigen gegen die Träger des Gotteswortes Gott in die Schranken weisen zu können ... Den Geist jedoch kann man nicht in Schranken verweisen – Er weht, wo Er will! Nun weht Er außerhalb der Kirche durch ein weibliches Instrument, das der Herr Seine Prophetin nannte und nennt. Durch diese Frau des Volkes spricht der Geist Christi und möchte über sie mit Dir, lieber Bruder, der Du das Oberhaupt einer Institution bist, in Verbindung treten, um aus dieser verweltlichten Kirche noch zu retten, was zu retten ist, und mit Dir eine Kirche des Inneren aufzubauen. Des Herrn Vorschläge werden Dir über das Innere Wort dieser Prophetin unterbreitet. ... Er, der Herr, wünscht durch das Innere Wort dieser Prophetin ein Zwiegespräch mit dem Oberhaupt einer kirchlichen Organisation, die sich wohl dem Namen nach christlich nennt, jedoch weit entfernt vom wahren christlichen Denken und Handeln ist. Die äußere Kirche ist zu einer verweltlichten Machtkirche geworden ... Das Heilige Buch ist zur Bibel geworden und zum Buch unter Büchern, weil Unwissende und Unerleuchtete nach ihrem Gutdünken darin schalteten und walteten. ... So tragen die Theologen wohl ihre Bibelwerke unter dem Arm, das Wort Gottes jedoch nicht in ihren Herzen. ... Im Geiste gibt es keine Hochgestellten. ... Somit bist du auf Erden dieser Gottesprophetin gleichgestellt. Bedenke, Du bist vor Gott nichts anderes als ihr Bruder. Welche Titel und Ämter bekleidete Jesus Christus in dieser Welt? Er war des Zimmermanns Josefs Sohn. ... Lieber Bruder, dieses Angebot des Herrn ist ein Gnadengeschenk an Dich und an die verweltlichte Kirche. Lege es nicht zur Seite, und werte es nicht ab, denn es ist das Gut aus göttlichem Mund. Diese äußere Machtkirche wird von der Ätherkraft nur noch mit dem kleinen Finger gehalten, damit die sich darin befindlichen Kinder die Verweltlichung und Abtrennung vom wahren Evangelium erkennen und daraus die Konsequenzen ziehen. ... O Bruder, steige von Deinem hohen Roß herab. Lege die prunkvollen Gewänder und die Krone ab ... Das Angebot des Herrn bleibt für viele Monate aufrechterhalten ...“ Als keine Reaktion erfolgte, schickte das Heimholungswerk Jesu Christi zwei Monate später, im Januar 1981, Briefe an alle katholischen Bischofe und lutherischen Landesbischöfe des deutschsprachigen Raumes. Darin bot Bruder Emanuel auch diesen ein Gespräch an. Dieser Brief ist ebenfalls im Anhang abgedruckt. Den Namen Christus rehabilitieren Auf keinen dieser Briefe erfolgte eine Reaktion. Die Annahme des Gesprächsangebots, das ahnten die Angesprochenen sehr wohl, hätte unweigerlich in einen Prozeß der Selbsterkenntnis und Selbstreinigung führen müssen. Ein halbherziges und berechnendes „Mea culpa“ wie etwa das von 12. März 2000 (siehe oben, S. 38) hätte wohl kaum ausgereicht, um einen wirklichen Neuanfang herbeizuführen. Den Urchristen blieb die Aufklärung. Einige von ihnen machten sich daran, in öffentlichen Vorträgen und Broschüren auf die unchristliche Vergangenheit und Gegenwart der Kirchen aufmerksam zu machen. Sie zeigten auf, welches Unrecht über Jahrhunderte hinweg im Namen Christi geschehen war. Wer sich mit Christus und Seiner ursprünglichen Lehre verbunden fühlt, der verspürt früher oder später den Wunsch, den Namen Christus zu rehabilitieren. Wenn es die Kirche nicht selbst tut, dann müssen es eben andere für sie machen. Wer jemals den Versuch gemacht hat, über Tatsachen aus der Kirchengeschichte öffentlich aufzuklären, der kennt die Reaktion: Man wirft ihm „Haß auf die Kirche“ vor, und man entdeckt urplötzlich, wenigstens dem Begriff nach, die ansonsten als „Utopie“ abgelehnte Bergpredigt: Ob es denn „christlich“ und „im Sinne der Bergpredigt“ sei, wenn man so etwas verbreitet? Doch wer so argumentiert, hat das Christentum und die Bergpredigt, ob absichtlich oder nicht, völlig mißverstanden. Auch Jesus von Nazareth hat schließlich sehr deutliche Worte gegen die damalige Priesterkaste gerichtet, sie gar als „Ottern- und Natterngezücht“ bezeichnet, als „blinde Blindenführer“, als „übertünchte Gräber“ und dergleichen mehr. Tat Er das, um Seine Mitmenschen zu beschimpfen? Oder, um wenigstens einige mit noch wacher Seele zu erschüttern und zur Umkehr zu bewegen? Im Dezember 1981, rund ein Jahr nach dem nicht beantworteten Gesprächsangebot an den Papst, offenbarte sich Bruder Emanuel erneut – diesmal jedoch mit einer Botschaft. „... an die freie Christenheit und an alle, die sich aus einengenden Gemeinschaften von Christen befreien wollen, die nur Dogmen, Statuten, Satzungen, Zeremonien und Kirchenmauern kennen. – Der Geist Jesu Christi weht erneut außerhalb der Institution Kirche.“ Im Verlauf dieser Offenbarung (die ebenfalls im Anhang zu finden ist) erläuterte Bruder Emanuel unter anderem, weshalb die Aufklärung über die Kirche aus geistiger Sicht notwendig ist: „Im Namen und nach dem Willen des Herrn versehen auch Ihm dienende Menschen den Dienst am Nächsten, indem sie Vorträge über die Grausamkeiten und Lieblosigkeiten der Machtkirche halten, um die Menschheit aufzuklären, auf daß sie erkenne, daß Jesus Christus nicht mit dieser Kirche sein kann. Wenn auch diese Begebenheiten, wie der Einzelne annehmen könnte, der Vergangenheit angehören, so sind sie, trotz allem, mehr denn je gegenwärtig: Wie ich schon offenbarte, setzen die in den Reinigungsebenen befindlichen Seelen, die noch der irrigen Ansicht sind, daß sie von den Anhängern Jesu Christi und somit von Ihm selbst gefoltert und grausam zu Tode gebracht worden wären, all ihre Kraft ein, um das Christentum zu zerstören. Wer die Gesetzmäßigkeiten der Reinkarnation kennt, welche die Institution Kirche aus dem Wissensbereich der Christenheit gestrichen hat, um die Gläubigen an sich zu binden, der weiß, daß diese Vergangenheit noch gegenwärtig ist. Auf jede Saat folgt eine Ernte; auf jede Aktion eine Reaktion. Sind die Grausamkeiten nicht gesühnt, so gehören sie immer noch der Gegenwart an. Diese Schandtaten des Christentums sind noch nicht gesühnt. Deshalb gehören auch die Fakten, welche Seine Getreuen in Vorträgen zusammengestellt haben, der Gegenwart an.“ Das Gesetz von Saat und Ernte gilt natürlich auch für die Menschheit als Ganzes – die Kirche bildet dabei keine Ausnahme. Emanuel offenbarte: „Nach der großen Zeitenwende wird es keine Institutionen mehr geben, die sich nur dem Namen nach christliche Kirchen nennen. Auch die Theologen werden, mehr und mehr, ihren Rock ausziehen und wie das Volk arbeiten müssen, um ihren spärlichen Unterhalt zu verdienen.“ Die Urchristen im damaligen Heimholungswerk Jesu Christi kämpften mit offenem Visier für einen Bewußtseinswandel – und sie klärten mit nachprüfbaren Tatsachen über die Kirche auf. Wer die Kirche kennt, wird wohl kaum annehmen, daß sie auf ebenso offene und faire Art reagieren würde.
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